Stärkung Vor Großoffensive: Kunstowny (r.), sein Vize Hans Berger (l.)
und Museums-Chef Wido Sieberer mit Gilden-Bier und Würstl. Foto: Eder

Kitzbühels Handwerk zeigt auf

Die Gamsstadt Kitzbühel ist weltweit vor allem als Tourismus-Magnat gefragt und beliebt. Daneben bleibt oft nicht viel Platz. Das will die „Meistergilde Kitzbühel“ in Zusammenarbeit mit dem
städtischen Museum nun ändern. Mit Veranstaltungen und einer Ausstellung, die die ruhmreiche Vergangenheit darstellt.

18 Betriebe mit fast 400 Mitarbeitern umfasst die Kitzbüheler Meistergilde. Die meisten Chefs dieser Firmen sind auch im Kitzbüheler Museum aufmarschiert, als es galt, den bunten Reigen an gemeinsamen zu präsentieren.

„Das Handwerk wurde in Kitzbühel bisher meistens verkannt. Dabei sind wir auch Markenbotschafter für alle Kitzbüheler und sorgen dafür, dass nicht immer mehr Produkte aus Asien produziert und verkauft werden“, gibt sich Meistergildenobmann Harald Kunstowny kämpferisch.

Handwerk Einst und Jetzt
Beginnend mit dem 19. Juni hält die Meistergilde alle zwei Wochen Veranstaltungen ab, bei denen sich die verschiedensten Betriebe präsentieren können. Die Palette reicht von einer Bier- und Spezialitätenverkostung, einer Modenschau über eine Glockenspiel-Installation bis hin zu Betriebsführungen. Doch nicht nur Gegenwart und Zukunft kommen zur Sprache, sondern auch
die Vergangenheit. Am 19. Juni startet nämlich im Museum Kitzbühel auch die Sonderausstellung „Meister-Stücke“, bei der mehr als hundert originale Exponate den Besucher an längst verschwundene Handwerke wie den Gerber, den Wagner oder den Müller erinnern. Feierlich umrahmt wird die Ausstellungseröffnung vom „Dinzlfest“ der Gilde, das am 19. Juni im BH-Hof stattfinden wird. Kulinarische Genüsse inklusive: So hat der Kitzbüheler Metzgermeister Klaus Fuchs ein „Meistergilden- Würstl“ kreiert. Und die St. Johanner Brauerei Huber steht mit dem „Meistergilden-Bier“ um nichts nach.

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    Tiroler Woche 10.06.2010 Von Wolfgang Eder