
In der Schmiedewerkstatt der Brüder Sohler in Kitzbühel geht es heiß her
18 Betriebe der Gamsstadt ziehen an einem Strang - Ausstellung zum Jubiläum
Meisterliches. Meisterliches „made in“ Kitz
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Kleine Tiroler Handwerksbetriebe müssen sich heute im weltweiten Wettbewerb behaupten. Um nicht unterzugehen, gründeten in der Gamsstadt vor fünf Jahren 18 Betriebe die Meistergilde Kitzbühel. IhreDevise: Traditionen pflegen, Neues schaffen! Zum Jubiläum präsentiert die Gilde ab 19. Juni im Museum Meisterliches. Florian Sohler und sein Bruder Heinz sind weithin bekannt für kreative Glas und Schmiedekunst. Mit zwei Lehrlingen führen die beiden den vom Vater gegründeten Betrieb weiter. „Der Druck der Industrie auf den heimischen Markt ist enorm. Mit diesen Preisen kann kaum ein Handwerksbetrieb mithalten. Die Qualitätsfrage wird nicht gestellt“, umreißt Florian Sohler das Dilemma. |
18 Kitzbüheler Handwerker – vom Optiker bis zum Baumeister, vom Metzger bis zum Tischler – gingen vor fünf Jahren in die Offensive und gründeten dieMeistergilde. Die Idee der mittelalterlichen Zünfte wurde ins 21. Jahrhundert übersetzt. „Gemeinsam die Position am regionalen Markt stärken, alte Handwerkstraditionen dabei nicht in Vergessenheit geraten lassen“, beschreiben dieMitglieder ihre Ziele. Dafür haben sie sich den Wahlspruch derMusketiere einverleibt: „Einer für alle, alle für einen.“ Die Kitzbüheler Gams ziert das „Gildensiegel“. Sie steht für Qualität „made in“ Kitz Die Tradition des Kitzbüheler Handwerks ist Jahrhunderte alt. Deshalb lautet unser Motto ja nicht "Übung macht den Meister, sondern Qualität macht den Meister", denn geübt haben wir ja lange genug. Harald Kunstowny, Gildenobmann |
Die Meistergilde kann sich auf große Traditionen berufen. Im Mittelalter hatten sich in Kitzbühel bereits etliche Handwerker niedergelassen. Im 16. und 17. Jahrhundert waren es bereits knapp 50 Berufsgruppen. Die wechselvolle Geschichte der Handwerksstadt Kitzbühel steht im Zentrum der Jubiläums-Ausstellung im Museum Kitzbühel (19. Juni bis 2. Oktober).
Anhand von mehr als hundert Exponaten wird an längst verschwundene und neue Handwerkskunst erinnert. Bis Oktober finden zudemzahlreiche Veranstaltungen rund um die itgliedsbetriebe |
| Tiroler Krone 08.06.2010 Von Claudia Thurner |
